*/

Psychologische Psychotherapie Region Olten / Gäu


Von der Philosophie zur Psychologie

Psychologe Olten / Gäu / Rickenbach

TEIL I

Im Zusammenhang mit der Behandlung des Wesens und des Verhältnisses von Geist und Materie fanden sich bereits bei den griechischen Philosophen zahlreiche psychologische Ansätze, wie bei Heraklit, Demokrit, Epikur, um nur die bekanntesten zu nennen. Platon und Aristoteles entwickelten die Lehre von den verschiedenen Seelenteilen. Damit begründeten sie eine Art Schichtentheorie.

Die Psychologie und Aristoteles

Als erster behandelte Aristoteles die Psychologie auf systematische Weise. Dabei verwertete er neben spekulativen Betrachtungen auch empirische Tatsachen (Assoziationsgesetze). Das "Konzept der Assoziation" erschien auch im Werk Phaidon von Platon. Aristoteles beschrieb die Bedeutung der Assoziation in seinem Werk Über das Gedächtnis und die Erinnerung  so, dass die Gedanken durch die Umwelt bestimmt würden und nicht gottgegeben seien. Die Erinnerung eines abwesenden Gegenstandes stelle sich entweder durch Ähnlichkeit oder Nichtähnlichkeit mit einem anwesenden Gegenstand ein. An diesen Gedanken knüpften zahlreiche Philosophen und Psychologen an und entwickelten diesen zur Assoziationspsychologie weiter.

Psychologie im Mittelalter

Im Mittelalter befassten sich die Philosophen im wesentlichen mit der Ausdeutung und Weiterführung der aristotelischen Psychologie in Verbindung mit der christlichen Lehre. Die Bezeichnung Psychologie erschien jedoch erst im 16. Jahrhundert. Melanchton (1497 - 1560) benutzte in seinen Vorlesungen als erster den Ausdruck Psychologie, um auszudrücken, dass die Seele eine der wissenschaftlichen Behandlung würdiger Gegenstand sei. Descartes hatte in der Psychologie der Neuzeit einen entscheidenden Einfluss. Er unterschied res cognitans und res extensa. Zuvor war die Trennung von Bewusstseinsprozessen und leiblichen Vorgängen nicht üblich. Im Verlauf der weiteren Entwicklung gewannen die Wichtigkeit der unbewussten Vorgängen (Leibniz), die Aufteilung der Psyche in Denken (=Vorstellen), Fühlen und Wollen (Tetens) und die Weiterentwicklung der Assoziationspsychologie (Locke, Hume, Mill) immer mehr Bedeutung.

Im 19. Jahrhundert führte die moderne Psychologie zu mehreren Richtungen. Dazu mehr in einer Woche im Teil II der Geschichte der Psychologie .